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rocksolid / de.alt.netdigest / [de.soc.recht.misc] Re: Soldaten sind Mörder - Moslems auch?

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o [de.soc.recht.misc] Re: Soldaten sind Mörder - Moslems auch?Henning Sponbiel

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Subject: [de.soc.recht.misc] Re: Soldaten sind Mörder - Moslems auch?
From: Henning Sponbiel
Newsgroups: de.alt.netdigest
Followup: de.talk.jokes.d
Date: Thu, 6 Jun 2024 13:00 UTC
Path: i2pn2.org!i2pn.org!weretis.net!feeder8.news.weretis.net!news.szaf.org!.POSTED!not-for-mail
From: sponb...@netcologne.de (Henning Sponbiel)
Newsgroups: de.alt.netdigest
Subject: [de.soc.recht.misc]_Re:_Soldaten_sind_Mörder_-
_Moslems_auch?
Followup-To: de.talk.jokes.d
Date: Thu, 06 Jun 2024 15:00:01 +0200
Sender: thh@thh.name
Approved: moderation@netdigest.de
Message-ID: <20240606.1717678801.23158@mid.netdigest.de>
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Injection-Date: Thu, 6 Jun 2024 15:00:02 +0200
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From: Ulrich D i e z <ud.usenetcorrespondence@web.de>
Subject: Re: Soldaten sind Mörder - Moslems auch?
Newsgroups: de.soc.recht.misc
Date: Mon, 3 Jun 2024 22:43:21 +0200
Message-ID: <v3l9q0$160k9$1@solani.org>

Detlef Meißner schrieb:

> "Das Gewehr, die Braut des Soldaten" solltest du jetzt mal umgendern. :-)

Ach ja. Solche Fetische müssten vielleicht doch mal in die ICD-11
aufgenommen werden, aber was solls:

Gewehr = Gewehr
Soldat = Person der Streitkräfte
Braut = sich weiblich definierende Eheanwartschaftsperson

> Wenn es nach dem geht, was mein Sohn mir erzählt hat (Wehrpflicht
> letzter Jahrgang), sind viele nicht zum Nachdenken geeignet, also gut
> für die vorderste Front.

Auch die vorderste Front wird in Zukunft von Drohnen und ferngesteuerten
Robotern bedient. Menschen an die Front zu schicken wird immer
ineffizienter. Die Zeit der Füsiliere ist irgendwie vorbei. Bei
künftigen Kriegen wird es mehr als bereits jetzt darum gehen, wer die
bessere ferngesteuerte Technologie hat, um die ferngesteuerte
Technologie des Feindes abzuwehren und seinerseits möglicht viele
Zielpersonen und/oder möglichst viel Wirtschaftskraft des Feindes
ferngesteuert -äh- zu neutralisieren. Je nach Kriegsziel wird das auf
ferngesteuerte Vernichtung einzelner Zielpersonen und/oder auf
ferngesteuerte Massenvernichtung und Versuche, derartiges abzuwehren,
hinauslaufen.

Wenn es nach dem geht, was ich bei den letzten Grundwehrdienst-Quartalen
gesehen habe, war es vielfach ein auch für die Bundeswehr sinnloses
Verfeuern von Lebenszeit.

Da wurden Leute mit Tauglichkeitsgrad 6 oder 7 einberufen, um im
Freizeitbüro die Karteikarten für die auszuleihenden Bücher zu
beaufsichtigen. Wehrpflichtige mit Tauglichkeitsgrad 3 in den
Innendienst gesteckt, wo sie nichts machen durften außer Bettwäsche
ausgeben und die Beutelchen mit der Schmutzwäsche für die Wäscherei in
Empfang nehmen - wegen der Sicherheitsstufe und/oder wegen der dafür
fehlenden Ausbildung. Landesverteidigung in der Wäschekammer muss auch
gemacht werden, sollte aber nicht die Haupttätigkeit sein.
Grundwehrdienstleistende mit Erfahrung in der Gastronomie, die dann die
Kompaniebar der Einheit managen mussten und sonst keine Aufgaben hatten.

Noch kurz vor Aussetzung des Grundwehrdienstes wurden Leute auch teils
an Gerät aus Mitte der 50er Jahre ausgebildet, zB in Sachen
ABC/Se-Abwehr. 2006 war ich mal ein paar Tage zu Gast bei einem
Fliegerhorst, der die Grundausbildung für Grundwehrdienstleistende der
Luftwaffe durchgeführt hat. Über mangelnden Diensteifer konnte man sich
wirklich nicht beklagen: Morgens übten sie das Heraustreten aus den
Stuben. Es war wichtig, dass alle Türen gleichzeitig zugeschlagen wurden
wenn der Zugführer nach dem Kommando "Erster Zug Türen!", woraufhin alle
auf den Gang rausrennen und sich an der Wand entlang aufstellen mussten,
das Wort "Auf!" brüllte. Bei der Anzugkontrolle wurden die Kinne der im
Stillgestanden stehenden Rekruten mit einem zugekniffenen und einem weit
aufgerissenen Auge aus wenigen Zentimetern Entfernung auf kürzeste
einzelne Bartstoppeln untersucht. (Das habe ich abgestellt. Wie es
weiterging als ich wieder von dem Fliegerhorst weg war, kann ich mir
vorstellen.) Es wurde mehrere Stunden lang geübt, beim "Rührt Euch!"
gleichzeitig zu stampfen. Beim Üben des Übermittelns der Lagemeldung im
Stellungskampf war man dafür entspannter. Hindernisbahn - war zum Putzen
und Kehren da. Ein Unteroffizier hat den Rekruten im Hörsaal das
Maschinengewehr MG3 erklärt und dazu eins vor ihren Augen in die
einzelnen Baugruppen zerlegt. Beim Zusammensetzen führte er den
Verschluss ins Gehäuse ein, hatte aber den Spannschieber vergessen. Und
geriet in Hektik, weil er nicht wusste, wie er ohne Spannschieber den
Verschluss wieder aus dem Gehäuse heraus bekommt. Ich schlug ihm vor,
den Rückstoßverstärker abzuschrauben und mit dem Ballen der Faust auf
die Rohrführungshülse zu klopfen. Da kam ernsthaft die Gegenfrage, ob
das nicht gefährlich sein könne. Da fragte ich mich, wo er während
seiner Lehrgänge geistig war. Ich habe ihm ironisch angeboten, wenn er
im Hörsaal gerne gefährlich leben möchte, für ihn ein paar Schuss
Munition holen zu lassen. Ein Hilfsausbilder, ein wegen Knieproblemen
tragebefreiter Obergefreiter mit meterdicken Brillengläsern - ich will
mich nicht über die Gebrechen anderer Leute mockieren, aber ich fand
seine Verwendung als Ausbilder eher eine unglückliche Entscheidung,
simulierte einen Luftangriff mit chemischen Kampfstoffen, indem er auf
der Wiese hinter dem Kompaniegebäude aus einer alten feuerrot lackierten
Kübelspritze Wasser auf die Rekruten in der ersten Reihe verspritzte und
"Schneller! Schneller! Schneller!" krähte, während sich alle wie die
Walrösser schnaufend auf ihre Isomatten werfen und ganz schnell die
ABC-Schutzmaske anlegen und sich mit einem grünen PVC-Poncho aus
NVA-Beständen zudecken mussten... Fand ich schon nett.
Andere Grundwehrdienstleistende, die die AGA hinter sich hatten, durften
dort im Büro ihren Vorgesetzten bei der Bedienung von Microsoft Word und
Outlook helfen, was in der Bundeswehrvariante mit ein bisschen
Verschlüsselung daherkommt und die Fernschreiber ersetzt hat.
Ich habe mitbekommen, wie zwei den Auftrag bekamen, einen Serienbrief zu
gestalten für Einladungen zu einem Kinderfasching im Offiziersheim, zu
dem die Angehörigen der Zeit- und Berufssoldaten des Standortes ihre
Kinder mitbringen konnten. Ein andermal habe ich einen angetroffen, der
damit beschäftigt wurde, mit Klebstoff und Schere zu arbeiten und
irgendwelche Viereckchen aus Papier auszuschneiden und auf irgendwelche
bereits fotokopierten Landkarten zu kleben... Ich fragte ihn, ob er da
Spaß hat oder ob er möchte, dass ich dafür sorge, dass er etwas anderes
macht. Als er meinte, ihm gefalle das so, beließ ich es dabei. ;-)

> Nun, als pragmatisch sehe ich an, "Erfolge" zu erzielen. Offensichtlich
> gab es darüber, was Erfolge sind, unterschiedliche Ansichten.

Sogenannte taktische Erfolge sieht man jetzt auch wieder häufiger.

> Allerdings wurde das mit dem Nachschub doch langsam eng.

Das Kalkül derer, die deinen Vater eingezogen haben, war nicht
zielführend. Sonst wäre der Krieg anders ausgegangen.
Es sagt ja aber auch niemand, dass Menschen immer Kalküle entwickeln,
die zielführend sind.
Putin und Co dachten anscheinend anfangs auch, die Ukraine in einem
Wochenendausflug holen zu können. (Leute, die sich mit Krieg
beschäftigen, täuschen sich halt auch manchmal...)

Irgendwann wird es mit dem Nachschub eng wenn der Fleischwolf sich
dreht. Sieht man jetzt auch wieder.

Und wenn die Leute verwundet statt getötet werden, verursacht das
demjenigen, der sie versorgen muss, Aufwand und Kosten. Ich denke, bei
der derzeitigen Kriegführung in der Ukraine wurde das inzwischen
miteinberechnet in die Bestrebungen, den Schaden für den jeweiligen
Feind möglichst groß zu machen.

> Nun, die Motivation war wohl schon lange vor Fronteinsatz dahin.
> "Motivation" lässt sich dann nur noch durch Kettenhunde erzeugen.

Wenn sie glauben, dass es ihnen selbst dann besser geht und sie von
ihren Herrchen gehätschelt werden, sind manche Leute gerne Kettenhunde.

Gerade muss ich an die Lehrgänge denken, bei denen wir im Bachbett
rennen mussten, damit die Hunde unsere Spur wieder verlieren. Ach, waren
das schöne Zeiten ... ;-)

Mit freundlichem Gruß

Ulrich

--
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